Vorfahrt für Wohnungsbau!

Die Situation auf dem Hamburger Wohnungsmarkt ist besorgniserregend. Bedarf und Angebot driften immer weiter auseinander. Während immer mehr Menschen eine Wohnung suchen, werden seit Jahren viel zu wenig neue Wohnungen gebaut. Die Auswirkungen sind vor allem im Segment der preiswerten Mietwohnungen deutlich spürbar. Bei Wohnungsbesichtigungen stehen die Interessenten inzwischen wieder Schlange und die Mieten steigen. Der Mietenspiegel 2009 weist erneut eine über der allgemeinen Preissteigerungsrate liegende durchschnittliche Mietensteigerung (+ 3,6 Prozent) aus. Dabei ziehen die Mieten im unteren Preissegment überproportional an (5 Prozent beim Unterwert des Mietenspiegels). Dies bedeutet, dass mitten in einer schweren Wirtschaftskrise vor allem für Menschen mit einem kleinen Geldbeutel immer weniger bezahlbarer Wohnraum zur Verfügung steht. Insbesondere in den innenstadtnahen Altbauquartieren führen drastische Mietsteigerungen zu Verdrängungseffekten: Wer wenig Geld hat, muss immer häufiger an die Peripherie ziehen. Weiterlesen

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Quartiere mit Aufwertungsdruck brauchen Schutzschirm gegen Verdrängung!

Hamburg erlebt derzeit in einer Reihe von Stadtteilen Aufwertungsprozesse, die zu erheblichen Druck auf die langjährige Wohnbevölkerung führen und die Identität dieser Stadtteile bedrohen.
Die Erfolge städtebaulicher Sanierungsverfahren in den innenstadtnahen Altbauquartieren sowie der starke Trend zum innerstädtischen Wohnen haben zu einer erheblich gesteigerten Wohnungsnachfrage in Stadtteilen wie St. Pauli, Sternschanze, St. Georg, Ottensen, Altona-Altstadt oder Eimsbüttel geführt. Diese Entwicklung führt zu teilweise drastisch ansteigenden Mieten und zunehmendem Eigentumswohnungsanteil mit der Folge, dass einkommensschwache Bevölkerungsgruppen zunehmend aus diesen Stadtteilen herausgedrängt werden. Weiterlesen

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