Alter Elbtunnel – Baudenkmal bewahren, Hafenentwicklung sichern

Hamburg, 02.07.2014

Die SPD-Fraktion bringt heute einen Antrag in die Bürgerschaft ein, mit dem der Senat aufgefordert wird, sich beim Bund für Mittel zur Sanierung der Weströhre des Alten Elbtunnels einzusetzen (siehe Anlage). Zurzeit wird die Oströhre saniert. Die Kosten dafür sind auf 47 Millionen Euro gestiegen, für die Weströhre sind jetzt 42 Millionen Euro veranschlagt. Ursprünglich war man von einem Finanzbedarf in Höhe von 15 bis 17 Millionen Euro für die seit 1994 stattfindende Sanierung des Alten Elbtunnels ausgegangen. Jan Quast, haushaltspolitischer Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion: “Angesichts der Herausforderungen der Schuldenbremse und der um Haushaltsmittel konkurrierenden Projekte im und für den Hafen ist eine komplette Sanierung der Weströhre allein aus Hamburger Haushaltsmitteln zurzeit nicht darstellbar. Wir setzen daher auch auf den Bund, da es sich beim Alten Elbtunnel um ein Baudenkmal von nationaler Bedeutung handelt.”

Quast weiter: “Wir wollen keinen Baustopp. Falls Mittel aus Berlin fließen, könnte wahrscheinlich der derzeitige Zeitplan eingehalten werden, der vorsieht, dass nach der Sanierung der Oströhre direkt mit der Grundsanierung der Weströhre begonnen werden kann. Ziel ist es nämlich, immer eine Röhre des Elbtunnels für den Verkehr offen zu halten und nicht beide Röhren gleichzeitig zu schließen. Sollten keine Mittel vom Bund kommen, setzen wir uns dafür ein, zunächst alle unbedingt erforderlichen Maßnahmen an der Weströhre vorzunehmen, um diese Strecke auch weiterhin nutzen zu können. Es ist und bleibt aus verkehrlicher Sicht sinnvoll, die Sanierung der beiden Röhren nacheinander anzugehen. Besonders für den Radverkehr ist dies von Bedeutung, da drei Fahrradrouten durch den Tunnel führen. Die Nutzerzahlen haben sich von 2012 auf 2013 auf über 240.000 Radfahrer mehr als verdoppelt. Zudem nutzen jährlich bald eine Million Fußgänger den Tunnel.”

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