Baugemeinschaften in Hamburg

Obwohl der Bedarf an Wohnungen in Hamburg groß ist, sinken die Wohnungsneubauzahlen seit 2006 trotz steigender Bevölkerungszahlen kontinuierlich. Um ihre Wohnwünsche dennoch nach ihren finanziellen Möglichkeiten realisieren zu können, schließen sich viele Menschen zu Baugemeinschaften zusammen. Diese bieten jedoch nicht nur die Möglichkeit eine bedarfsgerechte Wohnung zu erhalten, sie sind zudem oftmals besonders familienfreundlich oder ökologisch angelegt und stärken darüber hinaus den Zusammenhalt in der Nachbarschaft. Die Vorteile von Baugemeinschaften hat auch der Senat erkannt und versucht, diese zu fördern. So ist unter anderem im Wohnungsbauentwicklungsplan die Erhöhung des Anteils der von Hamburg veräußerten Geschosswohnungsbaufläche, die an Baugemeinschaften vergeben werden soll, von 15 auf 20 Prozent vorgesehen. Baugemeinschaften sollen hierdurch „eine tragende Säule der Hamburger Wohnungspolitik werden“.

Vor diesem Hintergrund frage ich den Senat:
1. Grundstücke
a. Wie viele für den Geschosswohnbau vorgesehene Grundstücke wurden in den Jahren 2005, 2006, 2007, 2008 und im 1. Halbjahr 2009 an Baugemeinschaften vergeben? (Bitte nach individuellem oder genossenschaftlichem Eigentum sowie Kleingenossenschaften, Traditionsgenossenschaften, etc. differenzieren.)
b. Welchem Prozentsatz an der insgesamt von Hamburg veräußerten Geschosswohnbaufläche entspricht der Anteil der Vergabe an Baugemeinschaften in den einzelnen o.g. Jahren?
c. Wie viele dieser Grundstücke sind für generationsübergreifendes Wohnen vorgesehen?
2. Auf wie vielen der unter 1. genannten Grundstücke wurden bereits Projekte fertiggestellt?
a. Wie viele Wohneinheiten sind hierbei p.a. seit 2005 jeweils entstanden?
3. Auf welchen der unter 1. genannten Grundstücke befinden sich die Projekte in der Bauphase
a. Wie viele Wohneinheiten werden hier jeweils entstehen?
4. Welche Förderungsmöglichkeiten sieht Hamburg speziell für Baugemeinschaften vor?
5. Wie viele Zusammenschlüsse von Bauwilligen befinden sich aktuell auf der Warteliste der Agentur für Baugemeinschaften?
a. Wie war/ ist die durchschnittliche Wartezeit seit 2005 bis zur Vergabe eines geeigneten Grundstücks und anschließenden Aufnahme der Bautätigkeit?
6. Wie viele der von der Agentur für Baugemeinschaften angebotenen Grundstücke wurden von einzelnen Baugemeinschaften abgelehnt?
a. Was war jeweils der Ablehnungsgrund?

Drs-19_4176-SKA-Baugemeinschaften-in-Hamburg – PDF (mit Antwort des Senats)

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