Sanierung des Planetariums: 5,6 Millionen Euro aus dem “Sanierungsfonds Hamburg 2020″

Hamburg, 08.10.2012

Die SPD-Fraktion will die Funktionsfähigkeit des Hamburger Planetariums erhalten. Deswegen sollen für die dringend erforderlichen Sanierungsmaßnahmen bis zu 5,6 Millionen Euro aus dem “Sanierungsfonds Hamburg 2020″ bereitgestellt werden – das sieht ein Antrag der SPD-Fraktion für die Sitzung der Bürgerschaft am 24./25. Oktober 2012 vor. Das Hamburger Planetarium im historischen Wasserturm im Stadtpark ist seit seiner Gründung dank seiner besonderen technischen Ausstattung im Jahr 1930 das “kosmische Schauspielhaus” in Hamburg. Es zählt zu den erfolgreichsten Planetarien weltweit.

“Insbesondere die Dachkuppel des denkmalgeschützten Wasserturms ist stark sanierungsbedürftig”, hebt der Winterhuder Abgeordnete Jan Quast hervor, “Eine Ertüchtigung und Modernisierung des Sockelgeschosses ist zur weiteren Steigerung der Attraktivität des Denkmals Planetarium dringend erforderlich.
Dies ermöglicht eine effektivere Nutzung des gesamten Gebäudes und legt zugleich die infrastrukturelle Grundlage für den Erhalt und die zukünftige Entwicklung des Planetariums am Standort im Stadtpark.”

Quast weiter: “Vor diesem Hintergrund freuen wir uns, dass wir mit Hilfe des
2011 von der SPD-Fraktion aufgelegten Sanierungsfonds als Bürgerschaft schnell und unbürokratisch helfen können. Wie bereits bei der Staatsbibliothek oder auch bei St. Katharinen und St. Nikolai sowie den Deichtorhallen setzen wir dabei auf eine breite Zustimmung aller Fraktionen in der Bürgerschaft. Denn das Anliegen, das Hamburger Planetarium funktionsfähig zu erhalten und zukunftsfähig weiter zu entwickeln, wird politisch sehr breit getragen.”

So soll nach Mitteilung des Hamburger CDU-Bundestagsabgeordneten Rüdiger Kruse die Sanierung des Planetariums auch aus Mitteln des bundesweiten Denkmalschutzsonderprogramms mit 400.000 Euro unterstützt werden – aus Sicht der SPD-Fraktion eine sehr begrüßenswerte Entscheidung. Ebenso hatte die FDP-Fraktion für eine Teilsumme bereits einen Sanierungsantrag gestellt (Bü-Drs.20/4114), der noch zur Beratung im Kulturausschuss liegt. Auch die GRÜNEN-Fraktion hatte im Haushaltsausschuss erkennen lassen, angesichts der enger werdenden Mittel aus der Kultur- und Tourismustaxe neue Finanzierungswege für die Realisierung dieser zugesagten Sanierungsmaßnahme am Planetarium auszuloten.

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