Hamburg 2020: Aufgabenkritik entschieden vorantreiben (IV) – Behördenbibliotheken weiter optimieren

Hamburg, 17.12.2012

Derzeit verfügen viele Fachbehörden der Freien und Hansestadt Hamburg in ihren Räumlichkeiten über eigene Bibliotheken, die mit eigenem Personal betrieben werden. Vor dem Hintergrund, dass die SPD-Fraktion mit dem Antrag „Hamburg 2020: Haushaltskonsolidierung durch Aufgabenkritik und Entflechtung entschieden vorantreiben (I)“ den Senat ersucht, den Prozess der Aufgabenkritik in allen Behörden und Ämtern fortzusetzen und dabei zu prüfen, ob weitere Maßnahmen einen Konsolidierungsbeitrag für den Hamburger Haushalt leisten können, ist es nur konsequent, auch im Bereich der Behördenbibliotheken anzusetzen.
Der Rechnungshof hat sich im Jahr 2004 mit seiner Prüfung der „Organisation der Behördenbibliotheken“ kritisch mit diesem Thema auseinandergesetzt und erste Veränderungsprozesse in den Behörden angestoßen (z.B. qualitative Verbesserungen beim IT-Einsatz und Optimierung von organisatorischen Abläufen). Aufgrund der seither verstrichenen Zeit und der Weiterentwicklung technischer Möglichkeiten ist es sinnvoll erneut zu überprüfen, ob die derzeitige Organisation noch zeitgemäß ist und ob es alternative Organisationsmöglichkeiten gibt.

Die Bürgerschaft möge daher beschließen:
Der Senat wird ersucht,
1. darzustellen, welche Behörden, Bezirksämter und Landesbetriebe über eigene Bibliotheken verfügen, welche fachlichen Schwerpunkte diese bedienen, wie
diese ausgestattet sind und wie diese genutzt werden.

2. zu überprüfen, ob die Vorhaltung von eigenen Bibliotheken in Fachbehörden unbedingt erforderlich ist oder ob es alternative Organisationsformen gibt, die den erforderlichen Zugang zur Fachliteratur ermöglicht.

3. der Bürgerschaft im Rahmen der Vorlage des Haushaltsplan-Entwurfs 2015/2016 über die Ergebnisse der vorgenannten Punkte und mögliche Auswirkungen auf den Haushalt zu berichten.

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