Hapag-Lloyd gehört zu Hamburg: Nachhaltige Standortpolitik sichert Arbeitsplätze

Mittwoch, 28.03.2012

“Die befristete Aufstockung des Hamburger Anteils an Hapag-Lloyd ist im Sinne einer guten und nachhaltigen Standortpolitik die richtige Entscheidung”, dies hat Jan Quast, Fachsprecher Haushalt der SPD-Fraktion in der heutigen Bürgerschaftsdebatte noch einmal bekräftigt. “Der volkswirtschaftliche Schaden, den Hamburg bei einem Ausverkauf von Hapag-Lloyd erleiden würde, übersteigt deutlich das finanzielle Risiko, das wir mit dem Erwerb zusätzlicher Anteile eingehen.” Spätestens in den Ausschussberatungen und bei der Expertenbefragung müsste jedem bewusst geworden sein, dass die satzungsmäßige Absicherung des Unternehmenssitzes von Hapag-Lloyd in Hamburg noch keine Garantie dafür sei, dass ein neuer Eigentümer auch weiterhin den Hamburger Hafen als zentralen Umschlaghafen nutze. “Nur ein Teil der Fracht ist für die Metropolregion bestimmt. Der größere Teil könnte auch über andere Häfen abgewickelt werden. Die Frage des Umschlaghafens ist aber eine zentrale Frage für Hamburg”, so Quast.

SPD-Fraktionschef Andreas Dressel warf GAL-Fraktionschef Kerstan in der Debatte vor, mit seinen Äußerungen der letzten Tage “systematisch das Unternehmen Hapag-Lloyd schlecht zu reden. Das ist auch vor dem Hintergrund des Investments der Stadt noch aus schwarz-grünen Zeiten schlicht unverantwortlich. Wir müssen alle dafür arbeiten, dass Hapag-Lloyd in einen sicheren Hafen einfährt!” Wenig Verständnis zeigte Dressel auch für den Wackelkurs der CDU: “Die Opposition wollte doch eigentlich mehr parlamentarische Beteiligung an dem Deal. Dass nun die CDU die Parlamentsmitwirkung auf eine reine Kenntnisnahme degradieren will, ist schlicht unlogisch.” Dressel warb für eine breite Zustimmung in der Bürgerschaft: “Wir werden die beiden hafenpolitischen Anträge der Linksfraktion zur weiteren Beratung in die Ausschüsse verweisen und zwei Punkten des CDU-Antrages zustimmen. Das ist auch ein Signal an die Opposition, dass uns die Zustimmung anderer Fraktionen bei dieser wichtigen Entscheidung für unsere Stadt und unseren Hafen wichtig ist. Hapag-Lloyd gehört zu Hamburg – das war ein überparteiliches Versprechen, das war ein klarer Appell auf der heutigen Demonstration der Belegschaft. Das sollten wir aufgreifen und verantwortlich handeln für Hamburg, für den Hafen und für Hapag-Lloyd.”

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