Evaluierung der Bachelor- und Master-Studiengänge

Drs. 19_4288 GA  Evaluierung der Bachelor- und  Masterstudiengänge mit Antwort des Senats (PDF)

Im Jahre 1999 haben sich die europäischen Bildungsminister auf die so genannte Bologna-Erklärung geeinigt. Es handelt sich um eine rechtlich unverbindliche Absprache zwischen den Bildungsministern von mittlerweile 46 europäischen Staaten. Kernpunkt ist die Einigung auf eine gestufte Studienstruktur mit dem Bachelor bzw. dem Master als Studienabschluss. Die Kultusministerkonferenz beschloss im Jahre 2003 derart gestufte Studiengänge auch in Deutschland einzuführen und den Bachelor zum Regelabschluss an deutschen Hochschulen zu machen.
Der Bachelor war insofern von Anfang an als ein vollwertiger berufsqualifizierender Abschluss geplant. Umstritten war jedoch stets, ob er diesem Anspruch gerecht werden würde. Seine Akzeptanz auf dem Arbeitsmarkt wurde zum Beispiel von der Architektenkammer mit Blick auf den Bachelor für Architekten infrage gestellt. So sei international eine fünfjährige Architektenausbildung Standard, weshalb zukünftig Architekten nach einem lediglich dreijährigem Bachelorstudium Akzeptanzprobleme bekommen würden.
Weitere Kritikpunkte beziehen sich auf eine starke Verschulung der Studiengänge, mit der Folge, dass der Studienplatzwechsel und damit auch Auslandsaufenthalte eher eingeschränkt worden seien. Die Bologna-Vereinbarungen gaben einen großen Spielraum für die Ausgestaltung der Bachelor/Master-Studiengänge vor. Weiterlesen

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Umfassende Maßnahmen für mehr Exzellenz in der Hochschullehre

Durch die Diskussion um eine Verlagerung der Hamburger Universität wird in der öffentlichen Wahrnehmung leicht übersehen, dass es für die Hamburger Hochschulen Handlungsbedarf auf vielen weiteren Ebenen gibt. Die Rahmenbedingungen für das Studium in Hamburg haben sich in den letzten Jahren kontinuierlich verändert. Die Umsetzung der Bachelor-Master-Studiengänge bei parallelem Fortlaufen des alten Studiensystems, Probleme bei der Einführung des Campusmanagementsystems STiNE sowie hohe Sanierungsnotwendigkeiten bei einem Teil der Hochschulgebäude belasten Lehrende und Verwaltung und erschweren das Lehren und Lernen an den Hamburger Hochschulen. Den gravierendsten Einschnitt stellt die Einführung von Studiengebühren dar, die nachweislich starken ökonomischen Druck auf die Studierenden ausüben.
Unter diesen Rahmenbedingungen ist das Thema Exzellenz in der Lehre in der Hochschulpolitik sowohl bundesweit als auch in Hamburg bisher nicht weit reichend genug in Angriff genommen worden. Weiterlesen

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