Vorfahrt für Wohnungsbau!

Die Situation auf dem Hamburger Wohnungsmarkt ist besorgniserregend. Bedarf und Angebot driften immer weiter auseinander. Während immer mehr Menschen eine Wohnung suchen, werden seit Jahren viel zu wenig neue Wohnungen gebaut. Die Auswirkungen sind vor allem im Segment der preiswerten Mietwohnungen deutlich spürbar. Bei Wohnungsbesichtigungen stehen die Interessenten inzwischen wieder Schlange und die Mieten steigen. Der Mietenspiegel 2009 weist erneut eine über der allgemeinen Preissteigerungsrate liegende durchschnittliche Mietensteigerung (+ 3,6 Prozent) aus. Dabei ziehen die Mieten im unteren Preissegment überproportional an (5 Prozent beim Unterwert des Mietenspiegels). Dies bedeutet, dass mitten in einer schweren Wirtschaftskrise vor allem für Menschen mit einem kleinen Geldbeutel immer weniger bezahlbarer Wohnraum zur Verfügung steht. Insbesondere in den innenstadtnahen Altbauquartieren führen drastische Mietsteigerungen zu Verdrängungseffekten: Wer wenig Geld hat, muss immer häufiger an die Peripherie ziehen. Weiterlesen

Ihnen gefällt diese Seite? Hier können Sie diesen Inhalt weiterempfehlen:

SAGA/GWG: Der Verkauf hat längst begonnen

Senatsangaben: Wohnungen gehen nicht nur an Mieter

Der SPD-Stadtentwicklungsexperte Jan Quast hat dem Senat vorgeworfen, längst konkrete Schritte zum Ausverkauf des städtischen Wohnungsbauunternehmens SAGA/GWG zu unternehmen.

Hintergrund des Vorwurfs ist die Antwort des Senats auf eine Kleine Anfrage Quasts. Aus ihr geht hervor, dass SAGA/GWG seit 2002 auf Geheiß des Senats versucht haben, insgesamt 4067 Wohnungen in Hamburg zu verkaufen. 1172 Wohnungen – rund 29 Prozent des Angebots – sind tatsächlich verkauft worden. “Das zeigt: Der häppchenweise Ausverkauf des städtischen Wohnungsunternehmens hat unter der CDU längst begonnen”, kritisierte Quast.

Gut ein Drittel der verkauften Wohnungen standen zum Zeitpunkt des Verkaufs zudem leer. Weiterlesen

Ihnen gefällt diese Seite? Hier können Sie diesen Inhalt weiterempfehlen: