Pendler auf die Schiene bringen – S-Bahn nach Kaltenkirchen

zur Drs. 19/7112
Mehr als 300.000 Menschen pendeln regelmäßig nach Hamburg ein. Umgekehrt fahren knapp 100.000 Hamburgerinnen und Hamburger regelmäßig zu ihrer Arbeitsstätte aus Hamburg heraus. Dem Achsenkonzept der schleswig-holsteinischen Landesregierung zufolge werden alleine auf den drei Achsen von Itzehoe, Bad Oldesloe und Kaltenkirchen nach Hamburg täglich ca. 300.000 Personenfahrten gezählt, wovon der größte Teil mit dem Auto fährt. Ein besonders geringer Anteil hat der Schienenverkehr auf der Relation von Kaltenkirchen nach Hamburg: 100.000 täglichen Personenfahrten auf der Straße stehen gerade einmal 9.000 Personenfahrten auf der Schiene gegenüber. Weiterlesen

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Trassenfreihaltung für den Bau der S 4

19/4997 GA Trassenfreihaltung mit Antwort des Senats (PDF)

Der Bau der S 4 ist eines der herausragenden verkehrspolitischen Ziele der nächsten Dekade, sie ist von großer Bedeutung sowohl für den Hafenhinterlandverkehr, als auch für die Entwicklung des Hamburger Ostens. Die Bürgerschaft hat sich in der Vergangenheit deshalb mehrfach einstimmig für den Bau der S 4 ausgesprochen (Drucksachen 16/5601, 17/3183, 18/447, 18/2407, 18/2459, 19/2097). Zuletzt jedoch scheiterte ein Antrag der SPD-Fraktion an der Zustimmung von CDU und GAL (Drucksache 19/4648), in dem gefordert wurde, alle Maßnahmen, die die Voraussetzungen für die Realisierung der S 4 verschlechtern würden, zu unterlassen.
Obwohl der Senat noch am 22. Februar 2005 auf ein Ersuchen in Bezug auf den Bau einer S-Bahn-Linie nach Ahrensburg (Drucksache 18/1820) geantwortet hatte, dass es generell vorgesehen sei, bei den Projekten zur Aufhebung der Bahnübergänge den mehrgleisigen Ausbau im notwendigen Umfang zur berücksichtigen, wurde bei der im Bau befindlichen Straßenbrücke Dassauweg offiziell nur ein dreigleisiger Ausbau der Strecke planerisch berücksichtigt, nicht aber ein viergleisiger, wie er für den Bau der S-Bahn-Strecke erforderlich wäre. Dies wirft die Frage auf, ob die Berücksichtigung des Projekts
S 4 bei der Aufhebung der Bahnübergänge weiterhin in dem Maße berücksichtigt wird, wie dies sinnvoll und wirtschaftlich wäre.
Die Bedeutung des Projekts S 4 beschrieb der Hamburger Verkehrsverbund (HVV) anlässlich seiner Jahresbilanz-Pressekonferenz am 27. Mai 2009 in zutreffender Weise wie folgt: Weiterlesen

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S4: Austermann lässt Gedaschko alt aussehen

Streckenausbau für Jenfeld, Tonndorf und Rahlstedt: Hamburg unentschlossen

Der stadtentwicklungspolitische Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion, Jan Quast, hat vom Senat Klarheit über den Ausbau der S-Bahnlinie 4 vom Hauptbahnhof nach Bad Oldesloe gefordert: “Während der schleswig-holsteinische CDU-Verkehrsminister Austermann das Projekt anschieben will, hüllt sich sein Hamburger CDU-Kollege Gedaschko in Schweigen. Und während Austermann davon spricht, die Wirtschaftlichkeit der Strecke sei nachgewiesen, will Gedaschko noch eine Kosten-Nutzen-Analyse machen. Hier werden sich zwei Landesregierungen offenbar nicht einig. Das schadet dem Projekt S 4 und den Menschen in Hamburgs Osten.”

Die Hamburgische Bürgerschaft hatte den Senat bereits 2003 und 2005 einstimmig aufgefordert, den viergleisigen Ausbau der Bahnstrecke nach Ahrensburg im Rahmen der Elektrifizierung voranzutreiben. Ziel: Eine Trennung von Güter- und Personenverkehr. Auch hatte die Bürgerschaft beschlossen, der Senat solle entsprechende Gespräche mit der Landesregierung in Kiel führen. In der Antwort auf eine Anfrage von Quast “eiert der Senat herum, anstatt Klarheit zu schaffen”, sagte der SPD-Abgeordnete. “Minister Austermanns Pläne erwecken den Eindruck, als ob Hamburgs Interesse am Ausbau der S 4 in Kiel besser aufgehoben ist als an der Stadthausbrücke”, warf Quast dem schweigenden Bausenator Gedaschko vor.

Die Zahl der potentiellen Nutzer der Strecke aus den angrenzenden Stadtteilen hat in den letzten Jahren ständig zugenommen, wie die Antwort auf die Anfrage von Quast belegt. Zudem plant der Bezirk in Jenfeld auf dem Gelände der ehem. Lettow-Vorbeck-Kaserne eine weitere Wohnsiedlung, deren verkehrliche Anbindung durch den Ausbau der heutigen Regionalbahn zu einer echten S-Bahn (S 4) erheblich profitieren würde. “Anstatt das gewachsene Nutzerpotential zwischen Hauptbahnhof und Rahlstedt zu nutzen, führt die Unattraktivität der heutigen Situation zu einer sinkender Nachfrage – völlig Gegenläufig zum Trend im HVV ansonsten”, kritisiert Quast.

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