Trassenfreihaltung für den Bau der S 4

Bereits in ihrer Sitzung am 28. Februar 2001 beschloss die Bürgerschaft einstimmig folgendes Ersuchen an den Senat (Drucksache 16/5601):
„Der Senat wird ersucht, sich dafür einzusetzen, dass im Rahmen der bevorstehenden Planfeststellungsverfahren für die Elektrifizierung der Strecke Hamburg–Lübeck und im Rahmen zukünftiger Planfeststellungsverfahren zur Aufhebung von Bahnübergängen ein weiterer Ausbau der Strecke mit zusätzlichen Gleisen für eine S-Bahn nach Hamburger Standard planerisch berücksichtigt wird.“ Weiterlesen

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S4: Austermann lässt Gedaschko alt aussehen

Streckenausbau für Jenfeld, Tonndorf und Rahlstedt: Hamburg unentschlossen

Der stadtentwicklungspolitische Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion, Jan Quast, hat vom Senat Klarheit über den Ausbau der S-Bahnlinie 4 vom Hauptbahnhof nach Bad Oldesloe gefordert: “Während der schleswig-holsteinische CDU-Verkehrsminister Austermann das Projekt anschieben will, hüllt sich sein Hamburger CDU-Kollege Gedaschko in Schweigen. Und während Austermann davon spricht, die Wirtschaftlichkeit der Strecke sei nachgewiesen, will Gedaschko noch eine Kosten-Nutzen-Analyse machen. Hier werden sich zwei Landesregierungen offenbar nicht einig. Das schadet dem Projekt S 4 und den Menschen in Hamburgs Osten.”

Die Hamburgische Bürgerschaft hatte den Senat bereits 2003 und 2005 einstimmig aufgefordert, den viergleisigen Ausbau der Bahnstrecke nach Ahrensburg im Rahmen der Elektrifizierung voranzutreiben. Ziel: Eine Trennung von Güter- und Personenverkehr. Auch hatte die Bürgerschaft beschlossen, der Senat solle entsprechende Gespräche mit der Landesregierung in Kiel führen. In der Antwort auf eine Anfrage von Quast “eiert der Senat herum, anstatt Klarheit zu schaffen”, sagte der SPD-Abgeordnete. “Minister Austermanns Pläne erwecken den Eindruck, als ob Hamburgs Interesse am Ausbau der S 4 in Kiel besser aufgehoben ist als an der Stadthausbrücke”, warf Quast dem schweigenden Bausenator Gedaschko vor.

Die Zahl der potentiellen Nutzer der Strecke aus den angrenzenden Stadtteilen hat in den letzten Jahren ständig zugenommen, wie die Antwort auf die Anfrage von Quast belegt. Zudem plant der Bezirk in Jenfeld auf dem Gelände der ehem. Lettow-Vorbeck-Kaserne eine weitere Wohnsiedlung, deren verkehrliche Anbindung durch den Ausbau der heutigen Regionalbahn zu einer echten S-Bahn (S 4) erheblich profitieren würde. “Anstatt das gewachsene Nutzerpotential zwischen Hauptbahnhof und Rahlstedt zu nutzen, führt die Unattraktivität der heutigen Situation zu einer sinkender Nachfrage – völlig Gegenläufig zum Trend im HVV ansonsten”, kritisiert Quast.

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