Tourismuswirtschaft und –politik in Hamburg

Drs. 19/3740 Große Anfrage Torismuswirtschaft und Antwort des Senats

Berichtigung des Senats zur GA 19/3740   Torismuswirtschaft

Große Anfrage
der Abgeordneten Dr. Christel Oldenburg, Wilfried Buss, Gabi Dobusch, Uwe Grund, Jan Quast, Karl Schwinke (SPD) und Fraktion
Betr.: Tourismuswirtschaft und –politik in Hamburg

Der Tourismus in Hamburg wächst seit vielen Jahren kontinuierlich. Seit Mitte der 90er Jahre hat sich die Zahl der Übernachtungen fast verdoppelt. Die Wachstumsraten der letzten sieben Jahre sind die höchsten in Deutschland, sie liegen vor Berlin und München.
Dadurch wächst auch die Bedeutung des Tourismus für die Hamburger Wirtschaft: Mit im Jahr 2008 insgesamt über 100.000 Beschäftigten stellt die überwiegend mittelständisch geprägte Branche einen großen Faktor auf dem Hamburger Arbeitsmarkt dar.
Hamburg ist durch seine maritime Lage und seine natürliche und bauliche Schönheit für den privaten Tourismus attraktiv, aber als Handels- und Kongressmetropole ebenso auch für den geschäftlichen Reiseverkehr. Mit der Hamburg-Tourismus GmbH verfügt die Stadt über eine erfahrene und professionelle Institution zur Förderung der Tourismuswirtschaft. Diese hat sich zum Ziel gesetzt, Hamburg mittelfristig zu den 10 meistbesuchten Städten Europas zu machen. Zahlreiche, inzwischen traditionelle Events wie Hafengeburtstag, Hamburg Marathon, Triathlon aber auch der „Hamburger Dom“ bedürfen einer engen Zusammenarbeit und Abstimmung zwischen den Senatsbehörden, der Hamburg-Tourismus GmbH und Sponsoren, um unverändert erfolgreich zu bleiben. Zu Beginn dieser Legislaturperiode hat es zudem einen Wechsel in der Zuständigkeit innerhalb des Senats gegeben.
Auch die Tourismuswirtschaft ist von der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise betroffen, wenn auch zumindest bisher nicht so stark wie andere Branchen. Auf Kurzurlaube, die in den vergangenen Jahren stark zugenommen hatten, wird von vielen Deutschen verzichtet. Jeder dritte Kurzurlaub war eine Städtereise. Im ersten Quartal 2009 sind die Übernachtungszahlen in Hamburg erstmals seit 2002 zurückgegangen (-1,3%). Dies ist auf den Rückgang bei ausländischen Gästen und bei Geschäftsreisen zurückzuführen. Im zweiten Quartal sind die Zahlen wieder leicht steigend. Trotz dieser erfolgreichen Entwicklung hat sich die Hamburger Tourismuspolitik mehreren Herausforderungen für die Zukunft zu stellen, unter anderem: Anforderungen an die Umwelt- und Gesundheitsverträglichkeit, die Sozialverträglichkeit bzw. Rückwirkungen auf die sozialräumliche Entwicklung der Stadt, der demographische Wandel, d.h. die wachsende Bedeutung der Seniorinnen und Senioren, für den Tourismus neue Trends, wie z.B. Fahrradtourismus, die Einbeziehung der einzelnen Stadtteile und Regionen Hamburgs auch außerhalb der Innenstadt in den Tourismus.
Vor diesem Hintergrund fragen wir den Senat:

Daten des Hamburg-Tourismus
1. Wie viele Touristinnen und Touristen besuchten im Jahr 2008 die Stadt Hamburg? (Bitte getrennt aufschlüsseln nach inländischen und ausländischen Touristinnen und Touristen sowie nach Tages- und Übernachtungsgästen.) Bitte auch im Vergleich zu den anderen sogenannten „Magic-Cities“. Berlin, München, Frankfurt und Köln darstellen.
2. Wie viele Touristinnen und Touristen besuchten in der ersten Hälfte des Jahres 2009 die Stadt Hamburg? (Bitte zum Stichtag 30. Juni 2009 getrennt aufschlüsseln nach inländischen und ausländischen Touristinnen und Touristen sowie nach Tages- und Übernachtungsgästen.) Bitte im Vergleich zu Berlin, München, Frankfurt und Köln darstellen.
3. Wie hat sich die Zahl der Touristinnen und Touristen in den letzten zehn Jahren entwickelt? Bitte die Entwicklung im Vergleich zu Berlin, München, Frankfurt und Köln darstellen.
4. Wie hoch war jeweils der Anteil der Geschäftsreisen am unter 5. und 6. genannten Volumen, und wie hat sich dieser in den letzten zehn Jahren entwickelt?
5. Aus welchen Regionen Deutschlands kamen in den letzten zehn Jahren jeweils wie viele Touristinnen und Touristen? Bitte in absoluten Zahlen und v.H.-Anteilen angeben.
6. Welches sind die Hauptanlässe für inländische Touristinnen und Touristen, Hamburg zu bereisen, z.B. Musicalbesuch, andere kulturelle Ereignisse, sportliche Ereignisse etc.?
7. Aus welchen Ländern der Welt kamen in den letzten zehn Jahren jeweils wie viele Touristinnen und Touristen? Bitte in absoluten Zahlen und v.H.-Anteilen angeben.
8. Welches sind die Hauptanlässe für ausländische Touristinnen und Touristen Hamburg zu bereisen?
9. In welchen Zusammenhang stehen die Entwicklung der Tourismuszahlen aus den unterschiedlichen Ländern in Verbindung zur Neueinrichtung oder Streichung von Direktflugverbindungen, der Kapazitätserweiterung bestehender Strecken und der Entwicklung der sog. „Low-Cost-Carrier“?
10. Wie viele (vor allem US-amerikanische) Besucher haben die Stadt Hamburg in den letzten zehn Jahren jeweils im Bereich des „Heritage“-Tourismus besucht? Bitte in absoluten Zahlen sowie in Anteilen an der Besucherzahl insgesamt darstellen.
a. Wie groß war dieser Anteil jeweils im Verhältnis der US-amerikanischen Touristinnen und Touristen in Deutschland insgesamt?
b. Wie hat sich die Eröffnung des Auswanderermuseums „Ballinstadt“ auf der Veddel im Jahre 2007 auf das Volumen des „Heritage“-Tourismus nach Hamburg ausgewirkt? Wie viele Besucherinnen und Besucher aus dem Ausland haben das Museum seitdem besucht?
c. Wie haben sich die „Heritage“-Besucherzahlen in Hamburg in den letzten fünf Jahren im Vergleich zu denen in Bremerhaven entwickelt?
d. Wie hoch waren die jeweiligen jährlichen Besucherzahlen des „Deutschen Auswandererhauses“ in Bremerhaven seit dessen Eröffnung im Jahr 2005?
11. Wie viele Beherbergungsbetriebe gibt es in Hamburg mit wie vielen Betten? Bitte nach Arten (also Hotels, Pensionen usw.) sowie Qualitäts-Kategorien („Sterne“) darstellen.
a. Wie haben sie diese Zahlen in den letzten zehn Jahren jeweils entwickelt?
b. Wie viele zusätzliche Beherbergungsbetriebe mit welchen Bettenkapazitäten sind nach Kenntnis des Senats bzw. der zuständigen Behörde derzeit in Planung bzw. im Bau?
c. Welche Auswirkungen hat nach Einschätzung des Senats bzw. der zuständigen Behörde der erhebliche Zuwachs an neuen Beherbergungsbetrieben in den vergangenen Jahren auf die Marktlage in diesem Bereich? Wird der Zuwachs des Angebots durch einen entsprechenden Nachfragezuwachs gedeckt, oder gibt es Überkapazitäten?
12. Wie viele Gastronomiebetriebe gibt es derzeit in Hamburg, und wie hat sich deren Zahl in den letzten zehn Jahren entwickelt?

Kongresse und „Events“
13. Welchen Anteil am Tourismus haben Messen, Kongresse und ähnliche geschäftsbezogene Ereignisse in Hamburg?
a. Wie viele Übernachtungen wurden im Jahr 2008 durch Messen, Kongresse und ähnliche geschäftsbezogene Ereignisse in Hamburg generiert?
b. Wie groß ist der Anteil der unter a. genannten Übernachtungen an den Übernachtungen in Hamburg insgesamt?
14. Welche Messen, Kongresse und ähnliche tourismusrelevante geschäftsbezogene Ereignisse finden regelmäßig in Hamburg statt?
a. Wie hat sich die Wirtschafts- und Finanzkrise seit dem 01.07.2008 auf die Anzahl der in Hamburg stattfindenden Messen, auf ihre Besucherzahlen und auf die durch sie generierten Übernachtungen ausgewirkt?
b. Welche Entwicklungen sind für die in den kommenden Jahren bisher in Hamburg geplanten Messen festzustellen und absehbar, gibt es Absagen?
15. Welche tourismusrelevanten „Events“ (wie z.B. Hafengeburtstag, Cruise Days, Hamburg-Marathon oder Hamburg-Triathlon) finden regelmäßig in Hamburg statt, und welche Bedeutung haben sie für den Hamburg-Tourismus insgesamt?
a. Wie viele Übernachtungen wurden im Jahr 2008 durch solche „Events“ in Hamburg generiert?
b. Wie groß ist der Anteil der unter a. genannten Übernachtungen an den Übernachtungen in Hamburg insgesamt?

Kulturangebote und –ereignisse
16. Welche Bedeutung haben die kulturellen Angebote in Hamburg für den Tourismus? Soweit möglich, bitte den Anteil auswärtiger Besucherinnen und Besucher an den Gesamtbesucherzahlen in Theatern, Museen, Musikveranstaltungen, Musical-Theater, etc darstellen.
17. Welche besonderen regelmäßigen kulturellen Ereignisse gibt es in Hamburg, und wie hoch ist bei ihnen jeweils der Anteil auswärtiger Besucherinnen und Besucher an den Gesamtbesucherzahlen (bitte in absoluten Zahlen und v.H.-Werten darstellen, soweit möglich; wenn sich dazu keine exakten Daten ermitteln lassen, bitte einen plausiblen Schätzwert nennen)
18. In München, das u. a. mit dem Begriff „Musikmetropole München“ seit 10 Jahren für sich wirbt, wurden 2008 bei insgesamt 9,8 Mio. Übernachtungen 580 000 Übernachtungen wegen der Klassik generiert. Welche Erkenntnisse hat der Senat für 2008 in vergleichbarer Weise gemacht? Welche Strategien verfolgt der Senat diesbezüglich für die Werbung mit der Elbphilharmonie?

Akteure, Leitbilder und Strategien des Hamburg-Tourismus
19. Welche öffentlichen und privaten Institutionen agieren in Hamburg jeweils in welcher Weise, mit welchen Aufgaben und Zielen im Bereich der Tourismusförderung, und wie ist deren Zusammenarbeit organisiert? Welche Neugründungen von Gesellschaften haben aus welchen Gründen in den letzten 5 Jahren stattgefunden?
20. Welche großen Maßnahmen zur Verbesserung der Tourismusstruktur wurden in den letzten zehn Jahren mit welchen Zielen eingeleitet bzw. umgesetzt, und in welchem Maße wurden die jeweiligen Ziele bisher erreicht? Welche Auswirkungen hatten die genannten Maßnahmen seit ihrer Umsetzung auf die Entwicklung von Besucherzahlen und Umsätzen im Tourismusbereich?
21. Wie sind die weiteren Planungen für einen zentralen Tourist Info-Point, nachdem dessen Finanzierung über den sogenannten „City-Cent“ gescheitert ist?
22. Wie wurden die „Themenwelten“ (vgl. 18/7050) mit Inhalten gefüllt, welche einzelnen Maßnahmen wurden jeweils ergriffen und wie haben sich diese ausgewirkt? Bitte einzeln beschreiben:
a. Maritime Welt,
b. Kultur-Welt,
c. Shopping-Welt,
d. Erlebnis-Welt,
e. Meeting-Welt.
23. Welche weiteren Maßnahmen sind geplant?
24. Wie hat sich die Arbeit der Hamburg-Tourismus GmbH (HHT) in den letzten zehn Jahren entwickelt?
a. Welches Leitbild bzw. welche strategische Ausrichtung verfolgt die HHT? Wie hat sich diese Ausrichtung gegenüber den in Drs. 17/2215 im Jahre 2003 genannten Punkten verändert bzw. erweitert?
b. Welche Aufgaben und Projekte verfolgt die HHT konkret mit welchen konkreten Zielen? Welche Aufgaben und Projekte wurden in den letzten zehn Jahren mit welchen Ergebnissen abgeschlossen?
c. In welcher Weise wurde der Erfolg bzw. die Wirksamkeit dieser Projekte und Maßnahmen kontrolliert und evaluiert?
d. Über welchen Etat verfügt die HHT derzeit, und wie hat sich dieser in den letzen zehn Jahren verändert?
e. Wie viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind derzeit in der HHT beschäftigt, und wie hat sich deren Zahl in den letzten zehn Jahren verändert?
f. Der Tourismusverband-Hamburg (TVH) – die Interessenvertretung der Tourismusunternehmen – ist mit 29% nach der Stadt Hamburg der zweitgrößte Anteilseigner der HHT. Wie sind die Aufgaben zwischen TVH und HHT konkret abgegrenzt?
g. Die Hamburg-Marketing GmbH (HMG) ist mit 5% ebenfalls Anteilseigner der HHT. Welche tourismusrelevanten Aufgaben führt die HMG aus? Wie sind die Aufgaben zwischen HMG und HHT konkret abgegrenzt?
25. Welche Veränderungen bezüglich Steuerungsstruktur, Koordination und inhaltlichen Zielvorgaben ergaben sich durch den Wechsel der Zuständigkeit für den Tourismus von der Wirtschaftsbehörde zur Behörde für Kultur, Sport und Medien?
a. Warum wurde der Bereich Tourismus aus der Wirtschaftsbehörde ausgelagert, wo doch auch der Senat in der Vergangenheit stets die hohe Bedeutung des Tourismus für die Hamburger Wirtschaft betont hat?
b. Welcher Stellenwert hat die Tourismuspolitik für den Hamburger Senat angesichts der Tatsache, dass der Bereich in der Behörde für Kultur, Sport und Medien lediglich eine untergeordnete Abteilung im Amt für Medien bildet?
c. Welche Zielsetzungen, Aufgaben und Projekte werden von der genannten Abteilung und ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern konkret verfolgt?
d. Hat es überhaupt Auswirkungen auf die Tourismuspolitik des Senats durch den Wechsel der Zuständigkeit gegeben? Wenn ja, welche? Wenn nein, weshalb hat es dann überhaupt den Zuständigkeitswechsel gegeben?
26. Welche aktuellen Marktforschungen oder sonstige tourismusrelevante Forschungen liegen der Hamburger Tourismuspolitik bzw. der Arbeit der HHT zugrunde?
a. Was sind die jeweiligen Kernaussagen dieser Studien, und welche Konsequenzen haben Senat bzw. zuständige Behörde und HHT in welcher konkreten Form aus ihnen gezogen bzw. planen sie zukünftig zu ziehen?
b. Welche dieser tourismusrelevanten Forschungsprojekte wurden in den letzten zehn Jahren vom Senat bzw. der zuständigen Behörde oder der HHT selbst in Auftrag geben, und mit welchem Volumen jeweils?
27. Welche Maßnahmen wurden in den letzten zehn Jahren vom Senat bzw. der zuständigen Behörde oder der HHT im Bereich der Förderung des Geschäftstourismus umgesetzt, und mit jeweils welchen konkreten Ergebnissen?
28. Mit welchen Maßnahmen haben Senat bzw. der zuständige Behörde oder HHT in den letzten zehn Jahren darauf hingewirkt, die ökologische Verträglichkeit des Tourismus in und nach Hamburg zu verbessern, insbesondere in Bezug auf die durch den Tourismus generierten Verkehrsströme? Welche diesbezüglichen Konzeptionen und Strategien liegen der Senatspolitik zugrunde?
29. Mit welchen Maßnahmen haben Senat bzw. der zuständige Behörde oder HHT in den letzten zehn Jahren darauf hingewirkt, die soziale Verträglichkeit des Tourismus in und nach Hamburg zu verbessern, insbesondere in Bezug auf die durch den Tourismus generierten Verkehrsströme und stadtentwicklungspolitische Effekte (Mietsteigerungen im Wohn- und Geschäftsbereich und entsprechende Verdrängungseffekte)? Welche diesbezüglichen Konzeptionen und Strategien liegen der Senatspolitik zugrunde?
30. Welche Rolle spielen die außerhalb der Hamburger City gelegenen Stadtteile im Hamburger Tourismus und in den diesbezüglichen strategischen Konzepten des Senats bzw. der zuständigen Behörde oder der HHT? Welche Ideen und konkreten Maßnahmen haben Senat bzw. der zuständige Behörde oder HHT in den vergangenen Jahren umgesetzt bzw. in Vorbereitung, um die außerhalb der Hamburger City gelegenen Stadtteile stärker in den Tourismus einzubeziehen?
31. Welche Angebote bestehen in Hamburg für den Camping-Tourismus und für die Anreise mit und dem Aufenthalt in Wohnmobilen? Welche Entwicklungen gab es in dieser Hinsicht in den vergangenen zehn Jahren, und welche Maßnahmen haben Senat bzw. zuständige Behörde und HHT durchgeführt, um diesen Bereich zu entwickeln?
a. Gibt es für den früheren Wohnmobil-Stellplatz an der Erikusspitze einen Ersatz? Wenn ja: Wo befindet sich der? Wie groß ist seine Kapazität? Ist seine Kapazität nach Einschätzung des Senats bzw. der zuständigen Behörde ausreichend?
b. Wenn nein: Warum nicht?
c. Wenn nein: Gibt es diesbezügliche Planungen bzw. Vorhaben des Senats bzw. der zuständigen Behörde, und wenn ja, wie lauten sie?

Destinationsmarketing
Die internationalen touristischen Trends beeinflussen immer stärker die Struktur der Branche und die Entwicklung von Reisezielen (Destinationen). Daher hat sich die Hamburg-Tourismus GmbH (HHT) ein globales Destinationsmarketing für Hamburg und seine Metropolregion zum Ziel gesetzt.
32. Wie erfolgt Destinationsmarketing in Hamburg? Welche Entwicklungen gab es in den letzten zehn Jahren in diesem Bereich?
33. Wie ist in diesem Zusammenhang die Zusammenarbeit mit den Küstenregionen Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern?
34. Wie ist in diesem Zusammenhang die Zusammenarbeit im Ausland mit anderen Destinationen in Deutschland?
35. Welche Zielgruppen werden dabei wie angesprochen?
36. Wie sollen insbesondere skandinavische und niederländische Touristen angesprochen werden?
37. Welche Rolle spielen dabei elektronische Medien, insbesondere das Internet?
38. Wie viele Reise- oder Hotelbuchungen nach Hamburg erfolgen über das Internet, und wie hat sich das Volumen in den letzten zehn Jahren entwickelt (sowohl absolut als auch prozentual am Gesamtbuchungsaufkommen)?

Ausrichtungen auf neue Trends im Tourismus
Vorbehaltlich der Ergebnisse aktueller Forschungen, wie sie in Antwort auf Frage 6 dargestellt werden, und dem in Frage 10 bereits angesprochenen „Heritage“-Tourismus lassen sich weitere neuere Trends im Tourismus identifizieren, auf die sich die Hamburger Tourismuspolitik konzeptionell und konkret ausrichten sollte.
39. Über welche Erkenntnisse verfügt der Senat bzw. die zuständige Behörde über die Entwicklung des Senioren-Tourismus, und welche diesbezüglichen Maßnahmen und Projekte wurden bisher eingeleitet bzw. sind in Vorbereitung?
40. Über welche Erkenntnisse verfügt der Senat bzw. die zuständige Behörde über die Entwicklung des Gesundheits-Tourismus, und welche diesbezüglichen Maßnahmen und Projekte wurden bisher eingeleitet bzw. sind in Vorbereitung?
41. Über welche Erkenntnisse verfügt der Senat bzw. die zuständige Behörde über die Entwicklung des ökologischen Tourismus, und welche diesbezüglichen Maßnahmen und Projekte wurden bisher eingeleitet bzw. sind in Vorbereitung?
42. Über welche Erkenntnisse verfügt der Senat bzw. die zuständige Behörde über die Entwicklung des Fahrrad-Tourismus, und welche diesbezüglichen Maßnahmen und Projekte wurden bisher eingeleitet bzw. sind in Vorbereitung?

Bedeutung des Tourismus für die Hamburger Wirtschaft
43. Wie viele und welche Arbeitsplätze gab es zum 31.12.2008 in Hamburg im Tourismus-Sektor bzw. in Sektoren, die in starkem Bezug zum Tourismus stehen (z.B. Gastronomie, Kultur)? Bitte tabellarisch aufschlüsseln nach
a. einzelnen Wirtschaftsbereichen,
b. Beschäftigungsform (Vollzeit, Teilzeit oder geringfügige Beschäftigung sowie Selbständige),
c. Qualifikationsniveau (Ausbildungsabschlüsse),
d. Geschlecht.
44. Wie haben sich diese Zahlen in den letzten zehn Jahren entwickelt, auch im Verhältnis zu anderen Sektoren in Hamburg bzw. zur Gesamtentwicklung des Arbeitsmarktes?
45. Wie viele und welche Ausbildungsplätze gab es zum 31.12.2008 in Hamburg im Tourismus-Sektor bzw. in Sektoren, die in starkem Bezug zum Tourismus stehen (z.B. Gastronomie, Kultur)? Bitte tabellarisch aufschlüsseln nach Wirtschaftsbereichen und Ausbildungsberufen und Geschlecht der Auszubildenden.
46. Wie haben sich diese Zahlen in den letzten zehn Jahren entwickelt, auch im Verhältnis zu anderen Sektoren in Hamburg bzw. zur Gesamtentwicklung des Ausbildungsmarktes?

Auswirkungen der Konjunkturkrise
47. Wie wirkt sich die aktuelle Wirtschaftskrise bisher auf die Tourismuswirtschaft in Hamburg aus?
a. Bitte die Entwicklung von Übernachtungen innerhalb der letzten zwölf Monate darstellen. Gibt es einen Trend die Anzahl der Übernachtungen pro Gast zu reduzieren?
b. Bitte die Entwicklung der Umsätze – nach Sektoren getrennt – innerhalb der letzten zwölf Monate darstellen.
c. Bitte die Entwicklung der Arbeitsplätze – nach Sektoren getrennt – innerhalb der letzten zwölf Monate darstellen.
d. In wie vielen Betrieben im Bereich der Tourismusbranche wird Kurzarbeit geleistet? Wie viele Beschäftigte sind davon betroffen?
e. Wie viele Ausbildungsplätze werden bisher im Vergleich zum Vorjahr in der Tourismusbranche angeboten? Bitte nach einzelnen Sektoren aufgliedern.
48. Gibt es Maßnahmen aus dem Bundeskonjunkturprogramm II – Hamburger Maßnahmen oder der Hamburger Konjunkturoffensive, die geeignet sind, den Tourismusstandort Hamburg zu stärken?
a. Wenn ja, welche? Wie ist der Planungs- bzw. Umsetzungsstand?
b. Wenn nein, warum nicht?

Arbeitsmarkt und Beschäftigungsbedingungen,
49. Über welche Erkenntnisse verfügt der Senat bzw. die zuständige Behörde über die Arbeitsbedingungen und Gehälter in der Hamburger Tourismuswirtschaft?
a. Wie viele Hotelbetriebe führen die Reinigung der Räumlichkeiten in Eigenregie durch, wie viele haben Geschäftsbesorgungsverträge mit Reinigungsfirmen?
b. Wie viele Hotelbetriebe, die Geschäftsbesorgungsverträge mit Reinigungsfirmen haben, besitzen aktuell das Siegel „Tariftreue“, wie viele Hotelbetriebe verfügen nicht darüber (Bitte jeweils absolut und in Prozent)?
c. Gibt es weitere Initiativen von Seiten des Senats die Arbeitsbedingungen im Hotel- und Gaststättengewerbe – insbesondere im Hinblick auf eine angemessene Entlohnung – zu verbessern?
d. Gibt es einen regelmäßigen Informationsaustausch des Senats mit den unterschiedlichen Branchen im Tourismussektor zu den dortigen Arbeitsbedingungen?
e. Welche Informationen über die Zahlung von „Dumpinglöhnen“ in der Hamburger Tourismuswirtschaft liegen vor?
50. Welcher Tarifvertrag gilt für die Beschäftigten im Call-Center der Hamburg Tourismus GmbH (HHT)? Wie sind die dortigen Beschäftigten eingruppiert? Bitte eine entsprechende (selbstverständlich anonymisierte) Aufstellung beifügen.

Einzelhandel
51. Welche Bedeutung hat der Tourismus für den Hamburger Einzelhandel insgesamt und insbesondere für den City-Einzelhandel? Welche Einzelhandelslagen profitieren in welchem Umfang vom Tourismus?
52. Welcher Teil des Gesamtumsatzes des Hamburger Einzelhandels entsteht ungefähr durch auswärtige Konsumentinnen und Konsumenten? (Wenn sich dazu keine exakten Daten ermitteln lassen, bitte einen plausiblen Schätzwert nennen)
53. Welche Auswirkungen haben die jüngsten Entwicklungen im Tourismus bisher auf die Umsätze des Hamburger Einzelhandels insgesamt und insbesondere für den City-Einzelhandel?

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