Trassenführung Hafenquerspange muss bestmöglichen Schutz der Wohngebiete gewährleisten

Der Senat hat mit Beginn der laufenden Legislaturperiode von der bisher für die Hafenquerspange (A 252) geplanten und linienbestimmten Nordtrasse Abstand genommen und Alternativen prüfen lassen. Im Ergebnis wird nun die Südtrasse weiter verfolgt und zugleich angestrebt, im Sinne eines „integrierten Gesamtnetzes“ auch ergänzende Maßnahmen an der Haupthafenroute vorzunehmen. Diese Planung sieht im nördlichen Wilhelmsburg und auf der Veddel eine ertüchtigte Stadtstraße im Bereich der bisher geplanten Nordtrasse vor. Hierdurch würde es voraussichtlich zu einem höheren Verkehrsaufkommen auch im Bereich des nördlichen Wilhelmsburg und der Veddel kommen, wodurch auch die ohnehin hohe Lärmbelastung in diesem Bereich weiter steigen dürfte.
Für die zukünftige Hafenquerspange (Südtrasse) soll die genaue Trassenführung durch ein neues Linienbestimmungsverfahren gemäß § 16, Absatz 1 Bundesfernstraßengesetz ermittelt werden. Auf Grundlage der öffentlich zugänglichen Informationen über die aktuelle Machbarkeitsstudie zur A 252 wurde im Bereich Moorburg eine Trassenalternative nördlich Moorburgs untersucht zu geben (Untervariante Süd 2). Diese hätte gegenüber der offensichtlich präferierten Trasse südlich Moorburgs den Vorteil kürzer und insofern auch kostengünstiger zu sein, vor allem aber die Verbindung Moorburgs mit den südlich gelegenen Siedlungsbebieten nicht zu kappen.
Darüber hinaus wird für den östlichen Streckenabschnitt der Hafenquerspange befürchtet, dass es zu einer erheblichen Lärm- und Schadstoffbelastung der südlichen Siedlungs-gebiete Wilhelmsburgs kommen wird. Insofern sollte geprüft werden, ob eine südlich der Süderelbe verlaufende Trasse realisierbar ist und auf diesem Wege die Belastung für die Anwohnerinnen und Anwohner minimiert werden kann.
Vor diesem Hintergrund möge die Bürgerschaft beschließen:
Der Senat wird aufgefordert,
1. bei den erforderlichen Planungen für eine leistungsfähige Hafenquerspange (A 252) einen Trassenverlauf anzustreben, der eine geringst mögliche Belastung der Bevölkerung auslöst,
2. zu prüfen, ob der östliche Trassenabschnitt im Interesse der Wilhelmsburger Wohnbevölkerung im Bereich der A 253 über die Süderelbe geführt und südlich der Süderelbe an die A 1 angeschlossen werden kann,
3. im Umfeld Moorburgs die bisherige „Untervariante Süd 2“ zu präferieren,
4. im Bereich der zu ertüchtigenden Stadtstraßen im nördlichen Wilhelmsburg und auf der Veddel wirksamen Lärmschutz zu installieren.

Drs. 19/3283 Trassenführung Hafenquerspange muss bestmöglichen Schutz der Wohngebiete gewährleisten – Antrag – PDF

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